Die Päpstin

Die Päpstin Trailer

4/5 3.2/5.0

Originaltitel Pope Joan
Genres Drama, Geschichte
Start Date
Produktionsjahr 2009
Produktionsland Deutschland,Italien,Spanien,Vereinigtes Königreich
Regie Sönke Wortmann
Darsteller David Wenham, John Goodman, Iain Glen, Johanna Wokalek, Jördis Triebel, Edward Petherbridge
Verleih Pathé Films AG

Kurzinhalt

Im Jahr, in dem Karl der Grosse stirbt, wird in Ingelsheim das Mädchen Johanna geboren. Die kleine Johanna (Tigerlily Hutchinson) ist überaus intelligent. Ihr Bruder bringt ihr Lesen und Schreiben bei, obschon der Vater das als Gotteslästerung betrachtet. Bei einem Besuch im Dorf wird der gelehrte Aesculapius (Edward Petherbridge), der Leiter der Domschule in Dorstadt, auf das wissbegierige Mädchen aufmerksam und nimmt sie unter seine Obhut. Jahre später wird Johanna (Lotte Flack) an die für Knaben bestimmte Domschule aufgenommen. Auch Graf Gerold (David Wenham) ist von dem Mädchen beeindruckt und bietet ihr bei seiner Familie Unterkunft an. Neid und Eifersucht führen dazu, dass die erwachsene Johanna (Johanna Wokalek) gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Da greifen die Normannen an. Nur Johanna überlebt das Massaker und flüchtet als Mann verkleidet in ein Benediktinerkloster. Über einen Umweg gelangt sie schliesslich nach Rom, wo sie wieder ihr Wissen einsetzt und Papst Sergius (John Goodman) von der Gicht heilt. Sie wird zu seinem intimsten Begleiter, was dem machthungrigen Nomenklator Anastasius (Anatole Taubman) überhaupt nicht gefällt. «Die Päpstin» ist ein perfekter Einstieg für Philosophiediskussionen in der Schule und greift die Frage nach der Gleichstellung der Frau in der Kirche sehr eloquent auf. Für die Ansammlung an Weisheiten war dem Film auch das Prädikat «besonders wertvoll» von der deutschen Filmbewertungsstelle Wiesbaden auf sicher. Doch als filmisches Erlebnis ist der arg konventionelle Historienfilm ein von Anfang bis Ende unbefriedigendes Erlebnis. Da wird viel zu viel und oft auch zu banal geredet. Jede Tat wird entweder von den Figuren selbst oder dann durch die lästige Erzählstimme erklärt.