Capitalism: A Love Story

Capitalism: A Love Story Trailer

Originaltitel Capitalism: A Love Story
Genres Komödie, Dokumentarfilm, Drama
Start Date
Produktionsjahr 2009
Produktionsland Vereinigte Staaten
Regie Michael Moore
Darsteller Thora Birch, Michael Moore, William Black, Jimmy Carter, Congressman Elijah Cummings, Baron Hill, Marcy Kaptur, Sarah Palin
Verleih Ascot-Elite Entertainment Group

Kurzinhalt

Michael Moore ist kein Trendtrittbrettfahrer, der gerade einem System auf den Zahn fühlt, das auf der Intensivstation liegt, seit wir im Zeitalter der «Krise» leben. Schon in «Roger & Me» stellte er fundamental-kritische Fragen: Warum profitable Werke geschlossen werden beispielsweise oder warum eine Firma trotz Milliardengewinnen massiv Personal entlässt. 2009 kann er mit einer gewissen Genugtuung feststellen, dass es schlimmer herausgekommen ist als er damals zu prognostizieren wagte. Moore stellte in «Sicko» das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten bloß und in «Bowling for Columbine» thematisierte er den Antagonismus von Profit und Gemeinwohl am Beispiel der Waffenlobby. Jetzt zieht er Bilanz und stellt fest, dass die USA nicht mehr das Land sind, in dem er leben will, weil das Profitdenken alles verdrängt hat: Rücksicht, Anstand, Fairness, Menschlichkeit und zivlisierten Umgang. Er zeigt, wie die Finanzlobby systematisch höchste Regierungsstellen unterwanderte und konsequent alle juristischen Hindernisse aus dem Weg räumte, um ihren Profit auf Kosten des Staates zu maximieren. Die Beispiele, die Moore in gewohnt emotionaler Manier mit Betroffenen als authentischen Zeugen präsentiert, mögen haarsträubende Einzelfälle sein. Aber allein die Tatsache, dass derartige Ungeheuerlichkeiten in einem modernen Industriestaat passieren können, gibt einem zu denken. Moore riskiert sogar den Vorwurf des mangelnden Patriotismus, wenn er in seinem historischen Rückblick darauf aufmerksam macht, dass die Vereinigten Staaten die vor dem 2. Weltkrieg mit Abstand am höchsten entwickelten Industrienationen, Deutschland und Japan, so zerstörten, dass auf Generationen hinaus keine Konkurrenz mehr zu erwarten war.Umso schlimmer dann das böse Erwachen, als die Konkurrenz schließlich stark genug war.